Reise Impressionen

1. Ausflug

1. Start

Pünktlich um 8:00 holte uns Augustinus, unser deutsch sprechender Guide, mit seinem Fahrer, gut gelaunt, in der Lobby unseres Hotels ab. Mit einem kleinen Suzuki Van mit Air Condition, machten wir uns auf den Weg.

2. Marktbesuch in Denpasar

Unseren ersten Stopp hatten wir in der Hauptstatt von Bali, Denpasar. Hier besuchten wir einen typischen Markt, abseits jeglichen Tourismus, auf dem Einheimische, Waren für ihren tägl. Bedarf kaufen. Hier gibt es alles von Fleisch mit Köpfen über Gemüse, Fisch, Gewürze und Pasten, ebenso gibt es hier die bereits erwähnten Opferschalen, gefaltet aus Palmenblättern, zu kaufen. Eine vier-köpfige, hinduistische Familie benötigt ca. 30-40 solcher Schalen pro Tag um die Geister zu besänftigen und die Götter zu beschenken und ihnen dadurch ihren Respekt zu bekunden.

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3. Pura Tanah Lot (“Land in mitten des Meeres”)

Liegt 31 km westlich von Denpasar, ist einer der sechs wichtigsten Tempel auf Bali und ist landschaftlich der schönst gelegenste Tempel Balis. Eingebettet auf einer kleinen Felseninsel, vor der Küste aufragend wirkt er märchenhaft und unwirklich. Ein javanischer Shiva-Priester gründete im 16. Jh., während seiner Wanderung auf der Suche nach einem geeigneten Meditationsplatz, diesen Tempel. Während der Flut ist der Tempel von einer starken Brandung umgeben, bei Ebbe kann man über Felsen hinüber laufen. Durch den starken Wellengang ist der Tempel in Gefahr vom Meer zerstört zu werden. Mittlerweile gibt es Projekte die dies zu verhindern versuchen. Da Augustinus ja ein Profi ist, haben wir diesen Tempel am Anfang unseres Trips besucht, da später tausende Touristen den Tempel erstürmen würden. So brauchten wir an den Aussichtsplattformen nicht anstehen und hatten freie Sicht auf diese Schönheit.

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4.Hochzeit

Auf dem Weg zu unserem nächsten Ziel durchquerten wir mehrere Dörfer – plötzlich unterbrach Augustinus unser Gespräch und wendete sich unserem Fahrer zu, der daraufhin stoppte. Augustinus zeigte auf einen traditionell für eine Hochzeit geschmückten Hauseingang. Er sagte er wolle versuchen, das wir diese Hochzeit besuchen können. Am Eingang spielten Musiker traditionelle Musik auf balinesischen Instrumenten. Da die Balinesen ein sehr offenes und freundliches Wesen haben waren wir sofort willkommen. Wir konnten dem Brautpaar bei ihrer Zeremonie zusehen. Bei einem solchen Fest sind 500-800 Gäste (nicht alle zeitgleich) keine Seltenheit. Das Haus war bunt  geschmückt, die Gäste und die Familie waren in sehr festliche Sarongs und Tücher gehüllt. Überall sahen wir traditionelle Speisen und Getränke.

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5. Reismühle

Hier können die Reisbauern ihren überschüssigen Reis zum Weiterverkauf hinbringen. Auch können sie ihren geernteten Reis maschinell schälen lassen. Der Reisanbau wird bis zu einer Höhe von 800 Metern über dem Meeresspiegel betrieben. In höheren Lagen wird Gemüse angebaut. Der Reis wird dreimal im Jahr geerntet. Während wir da waren wurde gerade schwarzer Reis, der hier zu lande für Süßspeisen verwendet wird, geschält.

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6. Besuch bei einer balinesischen Familie

In den Bergdörfern Balis ist es üblich, dass alle Familienmitglieder aller Generationen zusammenleben. Jedoch in mehreren Häusern, mit einer gemeinsamen Küche. Die Häuser einer Familie sind stets von einer Mauer umgeben, so dass dies wie ein Dorf im Dorf ist. Da die Häuser keine Türen haben dient die Mauer als Dämonen-Schutzwall. Dämonen können angeblich nicht um Ecken zu gehen. Jede Familie besitzt ihren eigenen Haustempel, der sich ebenfalls innerhalb dieser Mauer befindet. Diese Familientempel werden oft prunkvoller gebaut als das eigene Wohnhaus. Man geht davon aus, dass ein Drittel des Einkommens einer Familie für die Ausübung der Religion aufgewendet wird. Der Glaube bestimmt das ganze Leben und fließt in alle Aspekte ein. Dank Augustinus war dieser Besuch keine touristisch imitierter Aktion sondern direkt aus der Mitte des balinesischen Lebens gegriffen.

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7. Pura Lhur Batukau (Batukaru) – Tempel im Regenwald

Dieser Tempel ist wiederum einer der sechs heiligsten Tempel Balis. Er liegt am Hang des 2276 Meter hohen Vulkans (“Muschelberg”), mitten im Dschungel mit Blick auf den erloschenen Krater des Vulkans. Für die balinesischen Hindus gilt dieser Tempel als besonders heilig, deshalb darf der heiligste Teil der Anlage von Touristen nicht betreten werden. Der Zutritt wird Touristen nur im traditionellen Sarong und mit Tempelschärpe gestattet. Diese kann man am Eingang für eine Gebühr leihen. Jedoch war Augustinus bestens ausgerüstet und hatte alles dabei. Zudem ist Pura Lhur Batukau auch der Ahnentempel der Rajas. Da der Tempel sehr abgelegen ist, wird er von Touristen nur selten besucht. Durch die Nebelschwaden am Vulkan und die Lage in Mitten sehr dichter Vegetation wirkte der Tempel auf uns sehr mystisch. Durch die wunderbare Ruhe und die Abgeschiedenheit spürten auch wir die Heiligkeit des Ortes. Einer der außergewöhnlichsten Orte die wir je besucht haben.

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8. Lunch in den Reisterrassen

Weiter ging die Fahrt mitten durch die Reisterrassen zu nächsten Punkt unserer Reise: Mittagessen! Den letzten Kilometer zum Lokal, legten wir zu Fuß zurück. Eine kleine abgelegene Straße auf der keine Touri-Busse fahren können, da sie zu schmal ist, verlief mitten durch die Reisfelder. Im Hintergrund lag der Vulkan eingehüllt in Schwaden von weißem Nebeldunst, darunter der satt-grüne Regenwald mit den Reisfeldern ergaben ein außergewöhnliches Lichtspiel. Das von Augustinus ausgesuchte Restaurant war wie erwartet in einer außergewöhnlichen Lage. Gebaut am Hang mit einem traumhaften Ausblick auf die Reisfelder und den angrenzenden Dschungel, ganz ohne Touristen. Gestärkt haben wir uns an einer Indonesischen Reistafel. Zur Verdauung liefen wir danach noch ein Stück. Oberhalb der Reisfelder wachsen an der Straße wild Unmengen von Papaya-, Kaffee-, Nelken und Kakaobäumen deren Früchte auch von den Bergbauern geerntet werden.

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9. Bratan See – Tempel im See

Auf zum nächsten Ziel. Der Bratan See liegt fast im Zentrum Balis auf einer Höhe von 1250 Metern, im Bratan-Gebirge. Dort gibt es mehrere Rand Vulkane und Reste eines riesigen Kraters umgeben von Urwald. Übrigens: Die Temperaturen hier oben sind wesentlich kühler als im Süden, am Meer,so dass wir ausnahmsweise mal nicht im eigenen Saft stehen. Im und am Bratan See befindet sich eine Tempelanlage umgeben von einem schön angelegten Park. Hier am See treffen drei Religionen zusammen. Der Tempel der Hindus eine Moschee der Moslems mit Koran-Schule und ein Monument der Buddhisten. Mitten im See auf einer Insel liegt ein zweiter kleiner hinduistischer Tempel. Augustinus erklärte uns, dass bei Zeremonien eine Bambusbrücke vom Ufer zur Insel gelegt wird um den Tempel zu Schmücken und die Opfergaben ablegen zu können. 

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10.Tambiligan und Buyan – Die Zwillingsseen

Weiter ging es auf eine Höhe von 1350 Metern wo wir einen wunderschönen Blick auf die Seen Tamblingan und den größeren Buyan hatten. Der kleinere See, Tamblingan wurde zum Naturschutzgebiet erklärt und darf somit nicht mehr genutzt werden. Die Seen haben im Hinduismus keine religiöse Bedeutung.

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11. Wald-Affen

Auf der Rückfahrt, sprangen uns wilde Affen vors Auto. Augustinus berichtet, das hier im Wald über 300 Affen wild leben. Am Rande der Straße kann man für ein paar Rupien Bananen und Erdnüsse kaufen und die Affen damit füttern. Solange du Bananen in der Hand hast bist du Freund. Sobald sie alle sind ist Vorsicht geboten, da sie nicht zahm sind.

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12. Ankunft

Gegen 18:00 kamen wir ziemlich erschöpft und voller neuer Eindrücke und Wissen wieder im Hotel an. Augustinus hat uns einen sehr außergewöhnlichen Tag beschert und uns viele Informationen zum Alltag der Balinesen gegeben. Keine Frage blieb unbeantwortet. Am nächsten Freitag machen wir unsere zweite Tour mit Augustinus.

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