Reise Impressionen

Tagestrips

Von Neubrandenburg nach Neustrelitz

Unser erster Weg führte uns heute nach Neubrandenburg. Die „Stadt der vier Tore“. Vier Tore, wegen der vier gotischen Stadttore, die die Stadt umgeben. Wir liefen einen großen Teil der Stadtmauer entlang. Bemerkenswert waren die in die Mauer eingebauten Wiekhäuser und die imposanten Stadttore. Auf unserem Weg durch die Stadt begegnete uns eine Mischung aus sanierten DDR-Plattenbau und norddeutscher Backsteingotik. Auch hier gab es immer wieder verwunschene Ecken. Wir schauten uns die sehenswerte Konzertkirche (St. Marien) und die ehemalige Klosteranlage mit Klosterkirche St. Johannis an. Zum Abschluss bummelten wir über den Markt, wo sich unsere Taschen schnell mit Leckereien aus der Region füllten.

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Neustrelitz war unser zweites Ziel. Wie spazierten am Neustrelitzer Stadthafen entlang. Hier gibt es viele Restaurants, Cafés eine Kaffeerösterei aus der es verlockend duftete und Hotels die zum größten Teil in den drei Speichergebäuden untergebracht sind. Anschließend fuhren wir in die Stadtmitte. Die barocke Residenzstadt Neustrelitz wurde um einen recht großen quadratischen Marktplatz angelegt. Vom Marktplatz gehen acht gerade Straßen in alle vier Himmels- und Nebenhimmelsrichtungen ab. Über eine dieser Straßen gelangt man zur Orangerie und zur überaus schönen Schlosskirche.

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Essen waren wir im „QuerBeet“ am Stadtrand von Neustrelitz, rechts von der Einfahrt, die zum Slavendorf führt. Hier wird so gekocht wie wir es mögen. Die Produkte sind frisch, BIO und aus der Region. Es gibt eine kleine feste Karte die durch ein üppiges Angebot an wechselnden Tagesgerichten ergänzt wird. QuerBeet

Querbeet

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Ein bärenstarker Tag im “Bärenwald Müritz”, ein Tierschutzprojekt von Vier Pfoten!

Sonntag Morgen ging es ab nach Stuer, an den Südzipfel des Plauer Sees. Unser Ziel? Der Bärenwald Müritz. Dieser ist ein Tierschutzprojekt von VIER PFOTEN. VIER PFOTEN hilft unter anderem Braunbären aus schlechter Haltung. Sie verhandeln mit den Besitzern um die Herausgabe der Bären um sie in einem der Bärenwälder artgerecht unterzubringen.

Als wir ankamen wartete Gisela Hentschel (ehrenamtliche Mitarbeiterin) mit ihrem Hund Alex schon auf uns. Sie war unsere Führerin durch den Wald und die Botschafterin der Bären. Wir erfuhren fast alles über das Leben, die Bedürfnisse und auch das Leid welches den Bären widerfuhr bevor Sie hier her kamen. Sie zeigte uns die Bären in ihrem natürlichen Lebensraum. Die meisten haben sich gut erholt. Bei einzelnen Bären kann man allerdings sehen, dass die falsche Haltung zu nachhaltigen psychischen Schäden geführt hat – zusätzlich zu den körperlichen Schäden, die ihnen durch die falsche Haltung entstanden sind.

Zuerst ging Gisela mit uns auf den Gerätehof. Dort zeigte sie uns eine Transportkiste mit der die Bären von ihren Vorbesitzern abgeholt werden. Dann gingen wir in den Operations Bereich wo bei Bedarf Operationen oder andere komplexe medizinische Behandlungen durchgeführt werden. Hier zeigte sie uns und die Nachbildung eines Bären-Schädels, Zähne und Krallen. Nach dem kleinen Ausflug in die Anatomie gingen wir in den Teil, wo für das leibliche Wohl der Petze gesorgt wird – die Futterküche. Wir konnten gar nicht glauben was so ein Bär an einem Tag verputzt. Das können bis zu 17kg Futter sein. Das macht ca. 4400€ pro Jahr und Bär. an Futterkosten. Es gibt nur vom Feinsten, keine Abfälle und auch die Vorlieben jedes Bären werden berücksichtigt. Hanna z.B. kommt aus einer Haltung wo Sie nicht bärengerecht gehalten wurde, aber sie wurde was das Futter angeht sehr verwöhnt. So hat sie eine Vorliebe für gekochtes Hühnchen und frisst kaum etwas anderes. In der Futterküche hängt ein Plan wieviel jeder Bär pro Tag zu futtern bekommt. Das ändert sich immer wieder mal etwas, je nach Jahreszeit oder Laune des Bärs…kenn wir ja auch von uns 😉

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Ja, Bären sind in der Regel Allesfresser, fressen also auch Fleisch. Deshalb gibt es auch ein Kühlhaus und ein Tiefkühlhaus. In dem Kühlhaus stehen die pflanzlichen Futtermittel, Äpfel, Trauben, Gurken, Avocados etc. und in dem Tiefkühlhaus lagert das Fleisch, vorwiegend Wild und als besondere Leckerbissen Fisch. Im Vorraum zu den Kühlhäusern lagert Hunde-Trockenfutter, Nüsse und Honig, als Leckerlies, was die Bären sehr mögen. Das gesamte Futter wird zugekauft, es gibt auch gelegentlich Futterspenden, wie Obst von Bürgern, die Obstbäume haben oder Wild vom Jäger. Um die Bären zu beschäftigen werden sogenannte Enrichments verwendet. Das ist spezielles Spielzeug in denen Futter versteckt wird und die Bären Geduld und Zeit aufbringen müssen um an die Leckereien zu kommen.

Foto unten: Michal, der nur noch drei Beine hat. Ein Bein hat er im Kampf in der miserablen und viel zu engen Haltung gegen einen anderen Bären verloren. Man merkt ihm es aber kaum an, wenn man ihn sieht…erst auf den 2. Blick-er ist sichtlich aufgeblüht und buddelt sogar Höhlen.

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Unsere Führung begann an dem Punkt der sich „Rollentausch“ nennte. Hier bekamen wir von Gisela eine Pappbrille die uns die Sicht nahm. Wir gingen in einem dunklen Gang, mit entsprechender akustischer Umrahmung konnten wir nach empfinden wie ein Zirkusbär auf seinem Gang in die Manege fühlen muss. Anschließend gingen wir zum ersten Gehege. Da trafen wir den 2,10m großen Bären Lothar. Lothar konnten wir beim trinken beobachten. Danach ging es weiter zu einem Tier Zirkuswagen, der sinnbildlich für die schlechte Haltung und Misshandlung der Bären steht. Hier erfuhren wir, aus welch üblen Umständen die einzelnen Bären kamen und Gisela zeigte uns Bilder wie die Bären vor ihrer „Befreiung“ aussahen. Erbärmlich! Auch eine Art Zwinger steht als Beispiel im Park wo Bären in Osteuropa als Restaurant Bären zur Belustigung der Gäste neben dem Restaurant stehen. Könnt ihr unten auf dem Foto sehen. Zum Vergrößern anklicken.

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Weiter ging es vorbei an den sehr großzügigen Gehegen in denen die Bären heute ihr Leben ausleben können und das so wie sie wollen, einfach bärig. Der Bärenwald ist 16 Hektar groß und kann für max. 24 Bären ein zu Hause sein. Durch den Wald fließt ein natürlicher Bach und in den Gehegen gibt es Teiche in denen die Petze baden können. Da sich die Bären frei bewegen, ist es Glückssache ob und wo man einen Bären sieht…aber sie sind auch neugierig 😉 Es war sehr eindrucksvoll Bären einmal so natürlich nah sein zu dürfen. Gleichzeitig war es auch berührend zu sehen wie gut es den Bären jetzt geht….und ist so ein Bärenpopo nicht herzig?

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Ein Besuch des Bärenwaldes ist eine absolute Bereicherung für die ganze Familie, auch den Kids wird hier immer wieder etwas geboten, dass keine Langweile aufkommt. Zudem betreibt der Bärenwald ein Bio-Bistro, in dem es sehr leckere vegetarische Gerichte gibt und das zu humanen Preisen. Bei einen geführten Besuch durch den Park, erfahrt ihr zudem wesentlich mehr zu den einzelnen Bären und viel mehr Hintergrundgeschichten- lohnt sich auf jeden Fall!

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Natürlich freut sich der Bärenwald auch über eine finanzielle Spende, da er hierauf wirklich angewiesen ist. Hier kommt wirklich jeder Cent den Bären zu Gute, sowas sollte unbedingt mehr unterstützt werden. Ich hoffe und wünsche, dass noch einige Bären aus solch miserablen Haltungen gerettet werden können und hier ein 2. bärenwürdiges Leben finden.

Mehr Infos zu der Einrichtung findet ihr hier -> Bärenwald Müritz . Vielen Dank an den Bärenwald Müritz, die uns sehr herzlich empfangen haben! Unser Besuch erfolgte mit freundlicher Unterstützung des Tourismusverbands der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort gibt es auch ein Reisetagebuch von unserem Urlaub im Land der 100 Seen.


Müritzeum, Museum mal anders!

Brainfood hiess es heute, als es auf ging es in das Müritzeum nach Waren an der Müritz. Müritzeum steht für Interaktivität – ein Museum wo jung und alt die Natur der Mecklenburgischen Seenplatte mit allen Sinnen entdecken können. Das Müritzeum besteht aus drei Teilen: Zum einen ist es das alte Gebäude, das „Haus der Sammlungen“ und das neue, große Ausstellungsgebäude das „Haus der 1000 Seen“. Beide Gebäude sind eingebettet in einen Außenbereich. Der Museumsgarten der den Herrensee umschließt, lädt zum Spaziergang ein. Hier können sich die Kinder auf einem Abenteuerspielplatz austoben. Gemeinsam kann man Honigbienen, Findlinge und vieles mehr entdecken. Das „Haus der 1000 Seen“ ist architektonisch eine Augenweide. Die schwarze Außenverkleidung ist aus angekohlten Lärchenholz was dadurch Witterungs- und Schädlingsresistent ist.

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Wir trafen uns am Eingang mit Dipl.-Biologe Torsten Weiß, mit ihm waren wir für eine Führung verabredet. Zuerst ging Torsten mit uns in das „Haus der Sammlungen“. Dort erfuhren wir mehr über die Geschichte des Museums und die sehr umfangreiche Sammlung des Hauses. Ursprünglich war es ein Museum im herkömmlichen Sinne was jetzt „aufgepimpt“ ist, also mehr zum Anfassen und Entdecken, damit keine Langweile aufkommt. Anschließend ging es zurück in das „Haus der 1000 Seen“. Hier sind die Ausstellungsräume nach verschiedenen Themen gegliedert. In der „Vogelwelt“ standen wir z.Bsp. in einem durch wackeligen Boden und Requisiten simulierten Heißluftballon. An den Wänden befinden sich Monitore, auf denen ein Film von fliegenden Vögeln ablief. Dies vermittelte einem das Gefühl mit den Vögeln auf Augenhöhe zu sein. In einem weiteren Raum wurde uns auf Knopfdruck eine Vogelstimme vorgespielt und gleichzeitig der dazugehörige gefiederte Freund in einer Vitrine angeleuchtet.

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Danach ging Torsten mit uns in das Untergeschoss wo wir die Unterwasserwelt Mecklenburg-Vorpommerns kennen lernen konnten. In 26 Aquarien und Becken sind hier alle heimischen Fische zu bewundern. Ein besonderer Blickfang ist das Tiefenaquarium mit einem Schwarm silbrig glänzender Maränen was vom Erdgeschoss bis in das Untergeschoss reicht. Außerdem sahen wir die Nachgestaltung eines Flusslaufes von der Quelle bis zur Mündung, in Form von kleinen zu immer größer werdenden Becken.  Die oben offenen Becken ermöglichen einen sehr guten Einblick, zudem wurde auch eine Uferlandschaft dazu angedeutet. Ein besonderer Publikumsmagnet des Müritzeums ist ein goldener Hecht der seine Färbung einer Pigmentstörung verdankt. Torsten erzählte uns das die Besucher oft schon an der Kasse nach dem Hecht fragen.

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Ein spannendes Museum, wir waren erstaunt wie schnell die Zeit verflog und können einen Besuch für Groß und Klein nur weiterempfehlen, Langeweile kommt hier garantiert keine auf! Wir bedanken uns ganz herzlich beim Müritzeum für die Einladung und insbesondere bei Torsten Weiß für diese sehr spannende Führung bei der uns seine Leidenschaft und sein Herzblut für dieses Projekt spüren lies.

Die Reise ist zum Teil eine Kooperation mit dem Tourismusverband ”Mecklenburgische Seenplatte” e.V.


Urlaub im Land der Tausend Seen

Es ist wieder einmal Zeit für Urlaub! Diesmal in Mirow OT Granzow an der Mecklenburgischen Seenplatte. In einem Aparthotel eines Ferienparks. Mehr über unserer Unterkunft werde ich in den nächsten Tagen schreiben.
Wir sind schon drei Tage hier. Deshalb möchte ich euch von unseren Aktivitäten in den letzten Tagen berichten:

Unser erster Ausflug ging nach Röbel/Müritz. Röbel ist ein kleines Städtchen im Südwesten der Seenplatte. Dafür das es so klein ist, hat es aber jede Menge zu bieten. Wir parkten hinter der St. Nicolaikirche gingen dann über den Marktplatz in den Ortskern. Dieser besteht aus vielen farbenfrohen Fachwerkhäusern, die von kleinen Vorgärten gesäumt sind. Weiter ging es zur Windmühle die auf dem ehemaligen Burgberg steht. In der Windmühle finden Ausstellungen statt und wir hatten einen wunderschönen Blick in die Weite. Danach plagte uns ein kleines Hüngerchen was wir mit einem Fischgericht im „Fischhaus Meyl“ auf der Straße des Friedens stillten. Einfach, sympathisch und lecker! Ein Fischladen mit Selbstbedienung und Tischen und Stühlen im Hof. Gestärkt und im „Höhenflug“ ging es auf den Kirchturm der St. Marien Kirche. Bemerkenswert ist der Aufstieg. Der führt über eine sehr enge Wendeltreppe aus Stein, die dann im oberen Drittel von steilen Holztreppen abgelöst wird. Der Aufstieg hatte sich gelohnt. Das Wetter war klar und wir hatten einen sehr schönen Blick über Röbel und die Gewässer. Zum Schluss gingen wir noch zum Hafen. Ach ja… Eis gab es auch. Wir haben uns drei Kügelchen gegönnt. Das darf man im Urlaub.

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Sonne, Sonne, Sonne ein idealer Tag zum Urlaub machen. Unsere zweite Entdeckungstour führte uns zuerst nach Waren an der Müritz. Die größte Stadt an der Müritz, dem größten Binnensee Deutschlands. Wir bummelten über die Uferpromenade von der Steinmole zum Yachthafen in die Altstadt. Viele Geschäfte und Restaurants laden zum verweilen ein. Vom Yachthafen gehen regelmäßig Bootstouren auf die Müritz. Waren war schön, aber wir fanden nichts besonderes.

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Von Waren fuhren wir nach Malchow. Schon mal was von einer Inselstadt gehört? Kein Inselstaat, nein eine Stadt. Um über den Malchower See auf die Insel zu kommen fuhren wir über einen Damm. Am Ende des Damms parkten wir und gingen von dort zu Fuß durch die Altstadt. Am anderen Ende der Inselstadt verbindet eine Drehbrücke die Insel über den Fleesensee mit dem Festland. Zur vollen Stunde werden die Schranken geschlossen, der Verkehr über die Brücke wird dann unterbrochen. Die Zuschauer (Touristen wie wir) nehmen Platz. Auf großzügig aufgestellten Bänken oder in den umliegenden Restaurationsbetrieben die sogar Liegestühle mit der Aufschrift „Boote schauen“ anbieten. Dann beschreitet der Brückenwärter die Brücke und dreht mit einer Fernbedienung die Brücke in Richtung Festland. Die Show hat begonnen. Wer es sich bequem macht und mit seinen Armen auf der Schranke auflehnt wird vom Brückenwärter direkt darum gebeten diese nicht abzubrechen. Wenn der Skipper zu langsam fährt, bekommt er das auch gleich zu hören und wer sich an Regeln der Seefahrt nicht hält, erfährt das auch sofort. Kurzum, wir bekamen eine unterhaltsame Show geboten bei der wir den Eindruck gewannen das es nur einen geben kann der alles Richtig macht. Der Brückenwärter. Wer danach noch Fragen hat bekommt diese vom „Lord of the Bridge“ ohne Umschweife beantwortet. Als alle Schiffe hindurch gefahren waren, wurde die Brücke wieder geschlossen. Der Verkehr konnte wieder rollen und auch die Fußgänger konnten wieder den Weg auf die andere Seite nehmen.

Apropos andere Seite. Genau da ist „Dat Fischhus“. Ein Restaurant mit Außenbereich und Blick auf die Drehbrücke. Hier kann man üppige warme Speisen oder wie wir einen Imbiss genießen. Geräucherter Butterfisch mit hausgemachten Kartoffelsalat, dazu eine alkoholfreies Weizen und unsere Seele war glücklich. Ein wirklicher Tipp, weil sehr nette Bedienung und super Essen. Auch was wir auf den Nachbartischen sahen machte Appetit. Gestärkt bummelten wir über das Festland. Gemütliche und liebevoll restaurierte Häuser, zwischen drin immer wieder Gassen die den Blick auf das Wasser oder auf das Grün in den Gärten freigeben. Malchow hat uns gefallen , weil es einfach Charme hat.

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Die Reise ist zum Teil eine Kooperation mit dem Tourismusverband ”Mecklenburgische Seenplatte” e.V.


Bangkok 2014

Am 11.3.2014 war es wieder soweit, der Adler breitete seine Schwingen aus und flog uns nach Thailand. Diesmal nahmen wir keinen Direktflug mit der Thai Air sondern flogen mit Qatar von Frankfurt a.M. über Doha (2,5h Aufenthalt) nach Bangkok und drei Tage später mit Bangkok Airways auf die wunderschöne Insel Koh Samui. Da wir das Glück hatten ein Angebot der Qatar zu erhaschen, 2 for 1, konnten wir sogar Business Class fliegen. Das hat die Flüge sehr entspannt gemacht und wir konnten auf den Flughäfen die Business Lounges nutzen was in Doha zu einem kleinen kulinarischen Event wurde. Leider waren wir vom fünf-gängigen Menü im Flieger so satt, dass wir uns nur ein kleines Häppchen gönnten. Als wird das Flugzeug in Bangkok verließen, drückte uns die Stewardess einen Premium Pass in die Hand der uns über einen speziellen Ausgang ohne Wartezeiten durch die Pass-Kontrolle leitete. Danach schnell zum Gepäckband wo unserer Koffer schon auf uns warteten. So schnell wie dieses mal waren wir noch nie aus dem Flughafen Bangkok raus. 15 Minuten und wir saßen im Taxi Richtung Bangkok City.

Flug

Für die nächsten drei Nächte hatten wir im Hotel „Grande Centre Point“ gebucht. Das Hotel befindet sich direkt auf der Sukumvit Road in bzw. über der sehr schönen Shopping Mall „Terminal 21“ mit direktem Zugang zur Mall und zum Sky Train (MBT). Das Zimmer, ich nehme es schon mal vorweg, war für 5 Sterne eine Enttäuschung. Keine indirekte Beleuchtung des Zimmers möglich nur so grelle Spots an der Decke, nur ein Nachttisch an einem Doppelbett, keine Nachttischlampen aber das Schlimmste war das Frühstück. Harte Brötchen und Croissants nur gesalzene Butter zwei Sorten Aufschnitt, kein Käse und nur drei Sorten Obst. Für uns Europäer unter fünf Sterne Bedingungen nicht akzeptabel. Für einen Asiaten, die überwiegend in dem Hotel verkehrten wahrscheinlich in Ordnung, da es viele warme Speisen gab. Bei unserem letzen Bangkok Aufenthalt logierten wir im „Park Plaza Sukhumvit Bangkok“ was ca. 300m vom „Grande Centre Point“ entfernt liegt nur vier Sterne hat und ca. 20EUR weniger in einer höheren Zimmer-Kategorie kostet. Da war alles super. Deshalb werden wir auf dem Rückweg von Koh Samui, unsere letzen vier Tage wieder im Park Plaza absteigen. Hotel haben wir auch schon vor Ort gebucht und wir konnten uns sogar das Zimmer aussuchen. Schön im Hotel „Grande Centre Point“ am Zimmer war der fantastische Ausblick über Bangkok aus den Panoramafenster den wir sogar vom Bad bzw. der Toilette genießen konnten. Apropos Toilette diese ist vollautomatisch mit beheizter Brille, Muschi- und Popo-Spüle und mit Fön. Das Hotel hat auch zwei wunderschöne Pools mit Blick auf die Stadt. Das Personal ist wie überall sehr, sehr nett und zuvorkommend. Naja und die Lage ist perfekt. Man kommt direkt aus dem Hotel mit einer Rolltreppe an die Sky Train Station.

Zimmer

Am ersten Tag machten wir einen Ausflug mit dem Express Boot auf dem Caho Phraya River nach Nonthaburi. Hier brauche ich nicht viel zu schreiben weil wir schon 2012 da waren. Da hat sich nichts verändert. Keine, nein wirklich keine Touristen und Shopping für mindestens die Hälfte weniger wie in Bangkok. Hier der Link zum Bericht von 2012.

Der zweite Tag war der Hammer. Wir fuhren mit dem Express Boot bis zu Station 5 (Rachawongse) dort ausgestiegen vom Pier runter und geradeaus auf die Straße. Erst fing es gemütlich an, wir liefen auf dem Bürgersteig, wo zu unserer Rechten in den Häusern Geschäfte sind. Soweit alles normal. Nach ca. 200m begann er der Wahnsinn. So etwas haben wir noch nicht erlebt. Der Bürgersteig verengte sich zu einem schmalen Pfad. Der Zustand ergab sich dadurch das jetzt auch auf der linken Seite (zur Straße) kleine Stände und Garküchen ihren Platz finden mussten. Und dann Menschen, unglaublich viele Menschen, die sich in aller Richtungen Ihren Weg bahnten. Anfangs nahmen wir noch Rücksicht, haben Leuten den Vortritt gelassen, haben versucht nicht im Weg zu stehen aber dadurch das wir die einzigen waren haben wir dieses Verhalten schnell bei Seite gelegt und gingen mit der gleichen Gedankenlosigkeit und Normalität zur Sache wie alle anderen. Jeder bahnte sich seinen Weg ohne genervt zu sein oder Aggressionen zu verströmen zu Fuß mit einem Moped, Fahrrad oder einem Lastenwagen . Gut nun an der nächste Ecke rechts. Oh nein noch mehr Menschen ein Gewusel wie die Ameisen und wir mitten drin. Jetzt hieß es die Nerven bewahren. Zu der Menschenmasse kamen nun noch Geschäfte voller Waren und alle 5m ein anderer Geruch mal Stank es mal roch es und dann wieder duftete es. Achja nicht zu vergessen die Geräuschkulisse. Auto- und Mopped-Lärm das Pfeifen der Polizisten natürlich Hupen und das Geschrei der Marktleute. Eine wahrer Belastungstest für alle Sinne. Hier gibt es nichts was es nicht gibt also Alles. Ich spare mir auf  auf zu zählen was es alles gibt weil es eben alles gibt. Die Preise? Wer billig kaufen will ist hier richtig. Nach 2h war ich kurz vor der Einlieferung und wir verzogen uns in eine ruhigere Straße um bei einem Wässerchen an einer kleinen Garküche zu verschnaufen. Danach ging es weiter vorbei an Fischständen in praller Sonne an einem Muffin-Stand wo zwei Frauen am Straßenrand auf dem Boden in Guss-Formen bucken (wir kauften und waren begeistert) und an Ständen wo kleine Maronen (Esskastanien) geröstet und schon geschält verkauft wurden (wir kauften und waren begeistert). Danach gingen wir zurück um Fluss um auf dem Pier unsere Beute zu verzehren und anschließend zurück zu fahren.

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Bangkok per Boot

Heute Morgen machte das Wetter eine trüben Eindruck und es sah nach Regen aus. Wir machten uns trotzdem auf den Weg den in Thailand folgt in der Regel sehr schnell auf Regen Sonne. Der Plan war eine Bootstour auf dem Chao Phraya River bis nach Nonthaburi (ca. 10km flussaufwärts) und danach auf dem Rückweg ein Stop in Ta Chang um das Wat Rankan (Kloster und Tempelanlage) zu besichtigen. Aber erstens kommt es anders und…

Wir fuhren mir dem Skytrain von der BTS Station Asoke nach Siam, stiegen da um und kamen schließlich an der Station Saphan Taksin an. Diese Haltestelle liegt direkt am Fluss, Chao Phraya River oder auch River of Kings genannt.

Nach wenigen Metern erreichten wir die Anlegestellen. Wir erinnerten uns an unsere letzte Bootstour vor einigen Jahren das man hier abgezockt werden soll. Also die günstigste und für uns auch die beste Variante ist sich auf keinen Fall von irgendeinem Bootstourenverkäufer anquatschen zulassen. Von diesen hat man keine Informationen abseits ihrer Angebote zu erwarten. Die Jungs werden schnell unfreundlich oder ignorieren einen einfach. Außerdem gibt es zwei Schalter an denen man ein Ticket für das Express Boot kaufen kann. 150BHT/Tag, Vorsicht! Diese Schalter sind nur für unwissende Touristen. Einfach ignorieren den das Ticket kann für 15BHT/Fahrt (egal wie weit bzw. egal wie viele Stationen)  auf dem Boot gekauft werden. Die Fahrkartenverkäuferin kommt auf dem Boot herum, sie hat eine Kasse in Form einer Blechröhre mit Deckel in der Hand. Die Kasse schüttelt Sie so das man das klimpern des Geldes hört und weiß das man jetzt bezahlen soll. Wenn man auf den Fluss zu läuft nimmt man die linke Anlegestelle, wartet bis ein Boot kommt und fragt dann den Mann der den Gästestrom auf dem Anleger regelt ob das Boot zu der gewünschten Station fährt zu der man möchte. Danach auf das Express Boot aufspringen und los geht die Fahrt, ca. 10km flussaufwärts bis nach Nonthaburi. Auf den Anlegestellen steht immer ein Schild mit dem Namen der jeweiligen Station. Da wir aber nach Nonthaburi fuhren war es recht einfach denn das ist die Endstation.

An dem grauen Himmel hatte sich nichts geändert und nach 10min Fahrt fing es wie erwartet an zu regnen. Wenn es in Thailand regnet, ist es nie ein kleiner netter Schauer sondern immer ein sehr heftiger und stürmischer Regen oder ein Gewitter. Da an den Haltestellen das Boot nie richtig anlegt, d.h. es wird nicht mit Tauen an der Anlegestelle fest gemacht, sondern immer nur heranfährt und durch stetiges Gas geben an der Anlegestelle gehalten wird, bedarf es bei so einem Sauwetter schon etwas Mut und Geschick um auf den wilden Kahn aufzuspringen. Der Bootsmann gibt mit einer Trillerpfeife durch ständige Pfiffe dem Kapitän Signale wie er das Boot am Anleger halten muss. Außerdem zieht er mit dem Tau das Boot etwas an den Anleger heran. Hut ab vor der älteren Dame auf dem Bild. Falls es auf den Bildern nicht so richtig zu sehen ist, der Bootsmann hat Schuhe an die wir in DE Hausschuhe nennen und auch nur im Haus tragen. Also auch ein Hut ab für den Bootsmann.

Nach ungefähr 30 Minuten Regen wie aus Kannen hatte es aufgehört zu regnen. Die Fahrt führte uns zu erst an einigen großen Hotels und Restaurants vorbei. Danach sahen wir viele Tempelanlagen und „Schwimmende Häuser“. Wir fuhren durch Brücken, begegneten Schleppern die Lastkähne über den Fluss zogen und Long-Tail-Boote die Touristen chauffierten.

Von Nonthaburi hatten wir zuvor gelesen das dies eine umspektakuläre Stadt sei in der es nichts zu sehen gibt. Also dachten wir, dass wir aussteigen etwas trinken und mit dem nächsten Boot wieder zurück fahren um den Tempel zu besuchen. Wir kauften uns einen frisch gepressten Orangensaft und knabberten ein paar in Teig ausgebackene und zuvor gekochte Hühnereier.

Als wir ein paar Schritte gingen stellten wir schnell fest das diese Stadt alles anderer als umspektakulär war. Wir waren in einer noch richtig ursprünglich thailändischen Ecke gelandet. Weit und breit war außer uns kein Tourist aber jede Menge Einheimische zu sehen. Hier tobte das Leben am Straßenrand überall Stände mit bekannten und auch unbekannten Speisen, kleine Lädchen und sehr einfache Restaurants, Schuhmacher, eine Damen die an einer Kreuzung ihrer Nähmaschine aufgebaut hatte und ihrer Arbeit nachging, eine Bäckerei und auf der anderen Straßen Seite ein riesiger Markt der die gesamte Straße säumte. Wie beschlossen den Besuch des Tempels zu vertagen und uns statt dessen hier etwas näher um zu schauen. Der Markt entpuppte sich als ein kleines Shopping-Paradies mit Preisen die um einiges günstiger wie in Bangkok-City sind. Wir hatten noch ein paar Dinge auf unserer Einkaufsliste die wir durch diesen Ausflug streichen konnten. In zwischen zeigte sich auch wieder die Sonne und wir machten uns auf den Rückweg. Auf dem Boot genossen wir den frischen Fahrtwind und die Abendsonne.


Ausflug nach Bang Bao

Bang Bao ist ein Fischerdorf im Süden von Koh Chang. Hauptsehenwürdigkeit ist ein Pier der von kleinen Läden und Restaurants gesäumt ist. Der Pier selbst ist etwa 2m breit die Geschäfte und Restaurants wurden auf Pfählen an diesen Pier angebaut. Hinter den Geschäften sind meist noch die Wohnungen der Fischer und Familien sowie Unterkünfte für Rucksack-Touristen und Taucher. Am Ende des Piers befindet sich ein Leuchtturm mit einer kleinen Plattform die man besteigen kann. Davor findet man Anlegestellen für die Fischer- und Tauch-Boote.

Eigentlich hatten wir geplant uns einen Motor-Roller zu mieten und damit die Umgebung zu erkunden. Ich hatte dafür extra einen internationalen Führerschein erworben. Das Problem waren aber die sehr steilen Berge. Um diese zu überwinden hätten wir zu zweit auf einem Ross mindestens eine 80er (80 ccm) wenn nicht gar eine 120er benötigt. Da mein Kfz-Führerschein mir aber nur das fahren einer 50er erlaubt, haben wir das gelassen. Es ist kein Problem trotzdem so einen Roller zu mieten, auch evtl. Polizei-Kontrollen wären nicht das Problem, da das durch Geld geregelt wird. Aber im Falle eine Unfalls werden von der deutschen Versicherung wohl keine Zahlungen zu erwarten sein, da es ja praktisch fahren ohne Führerschein ist. Wenn man an die Kosten bei einem Unfall mit Personenschaden denkt, kann das schnell teuer werden.

Nach dem Frühstück machten wir uns mit einem Sammeltaxi auf den Weg nach Bang Bao (Fahrpreise werden im Internet oft erfragt deshalb das Foto weiter unten). Nach ungefähr 30min Berg und Talfahrt durch den Dschungel gespickt mit der einen oder anderen sehr engen Kurve kamen wir am Pier in Bang Bao an. Auch hier konnten wir mal wieder das typisch thailändische Treiben beobachten. Wie ich oben schon schrieb ist das Pier ca. 2m breit was aber keinen Thai davon abhält mit dem Fahrrad oder dem Motor-Roller darauf zu fahren. Auf großen Handwägen werden Waren zu den Geschäften oder Gepäck zu den Unterkünften die von einigen Restaurants angeboten werden gefahren. Alles gewohnt gelassen und entspannt ohne das sich jemand dabei aufregt oder nervös wird wenn der Tourist mal wieder im Schneckentempo vor dem Handwagen dahingleitet ohne zu merken das die thailändische arbeitende Bevölkerung gern an ihm vorbei möchte. Der Thai bleibt ruuuuhig.

Preisliste an einem Sammeltaxi

So liesen wir uns über den Pier treiben schauten uns die Läden an, tranken einen Mango Shake mit Aussicht und kamen zum Hafen mit den Booten und schließlich am Ende des Stegs zum Leuchtturm von dem wir die Aussicht über das Meer den Pier und die mit Dschungel bewachsenen Berge genossen. Anschließend ging es zurück um im Bakery Coffee Shop (eine Empfehlung von zwei Schweizer Mädels die wir im Resort kennen gelernt haben) einen super Cappuccino und Latte zu trinken. Dabei hatten wir einen Platz auf der Terasse mit Blick aufs Wasser.

Danach war Mittag. 13:00 esse ich! Gleich neben der Bakery war ein Restaurant was auch Unterkünfte anbietet. Buddha View so der Name. Preislich etwas weiter oben angesiedelt aber an Atmosphäre nicht zu überbieten. Der Name ist hier Programm. Chillout Lounge Feeling. Alles aus Holz und hübsch dekoriert mit chilliger Musik. Wir konnten wählen wo wir sitzen wollten. Entweder an normalen Tischen oder auf einer Liege im Restaurant oder auf dem Bootssteg. Die besondere Attraktion waren transparente Glastische an denen man auf dem Boden sitzend die Beine in Richtung Meer baumeln lassen konnte und durch die Tisch das Wasser sieht. Wir aßen eine Suppe, Tom Ka Gai, (Thailändische Kokosnusssuppe mit Hühnchen) tranken etwas und chillten. Danach machten wir uns mit dem Sammeltaxi auf den Rückweg ins Resort, auf dem wir noch in einen heftigen tropischen Regen kamen. Das ist herrlich wen man dabei im trocknen sitzt.