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Bangkok per Boot

Heute Morgen machte das Wetter eine trüben Eindruck und es sah nach Regen aus. Wir machten uns trotzdem auf den Weg den in Thailand folgt in der Regel sehr schnell auf Regen Sonne. Der Plan war eine Bootstour auf dem Chao Phraya River bis nach Nonthaburi (ca. 10km flussaufwärts) und danach auf dem Rückweg ein Stop in Ta Chang um das Wat Rankan (Kloster und Tempelanlage) zu besichtigen. Aber erstens kommt es anders und…

Wir fuhren mir dem Skytrain von der BTS Station Asoke nach Siam, stiegen da um und kamen schließlich an der Station Saphan Taksin an. Diese Haltestelle liegt direkt am Fluss, Chao Phraya River oder auch River of Kings genannt.

Nach wenigen Metern erreichten wir die Anlegestellen. Wir erinnerten uns an unsere letzte Bootstour vor einigen Jahren das man hier abgezockt werden soll. Also die günstigste und für uns auch die beste Variante ist sich auf keinen Fall von irgendeinem Bootstourenverkäufer anquatschen zulassen. Von diesen hat man keine Informationen abseits ihrer Angebote zu erwarten. Die Jungs werden schnell unfreundlich oder ignorieren einen einfach. Außerdem gibt es zwei Schalter an denen man ein Ticket für das Express Boot kaufen kann. 150BHT/Tag, Vorsicht! Diese Schalter sind nur für unwissende Touristen. Einfach ignorieren den das Ticket kann für 15BHT/Fahrt (egal wie weit bzw. egal wie viele Stationen)  auf dem Boot gekauft werden. Die Fahrkartenverkäuferin kommt auf dem Boot herum, sie hat eine Kasse in Form einer Blechröhre mit Deckel in der Hand. Die Kasse schüttelt Sie so das man das klimpern des Geldes hört und weiß das man jetzt bezahlen soll. Wenn man auf den Fluss zu läuft nimmt man die linke Anlegestelle, wartet bis ein Boot kommt und fragt dann den Mann der den Gästestrom auf dem Anleger regelt ob das Boot zu der gewünschten Station fährt zu der man möchte. Danach auf das Express Boot aufspringen und los geht die Fahrt, ca. 10km flussaufwärts bis nach Nonthaburi. Auf den Anlegestellen steht immer ein Schild mit dem Namen der jeweiligen Station. Da wir aber nach Nonthaburi fuhren war es recht einfach denn das ist die Endstation.

An dem grauen Himmel hatte sich nichts geändert und nach 10min Fahrt fing es wie erwartet an zu regnen. Wenn es in Thailand regnet, ist es nie ein kleiner netter Schauer sondern immer ein sehr heftiger und stürmischer Regen oder ein Gewitter. Da an den Haltestellen das Boot nie richtig anlegt, d.h. es wird nicht mit Tauen an der Anlegestelle fest gemacht, sondern immer nur heranfährt und durch stetiges Gas geben an der Anlegestelle gehalten wird, bedarf es bei so einem Sauwetter schon etwas Mut und Geschick um auf den wilden Kahn aufzuspringen. Der Bootsmann gibt mit einer Trillerpfeife durch ständige Pfiffe dem Kapitän Signale wie er das Boot am Anleger halten muss. Außerdem zieht er mit dem Tau das Boot etwas an den Anleger heran. Hut ab vor der älteren Dame auf dem Bild. Falls es auf den Bildern nicht so richtig zu sehen ist, der Bootsmann hat Schuhe an die wir in DE Hausschuhe nennen und auch nur im Haus tragen. Also auch ein Hut ab für den Bootsmann.

Nach ungefähr 30 Minuten Regen wie aus Kannen hatte es aufgehört zu regnen. Die Fahrt führte uns zu erst an einigen großen Hotels und Restaurants vorbei. Danach sahen wir viele Tempelanlagen und „Schwimmende Häuser“. Wir fuhren durch Brücken, begegneten Schleppern die Lastkähne über den Fluss zogen und Long-Tail-Boote die Touristen chauffierten.

Von Nonthaburi hatten wir zuvor gelesen das dies eine umspektakuläre Stadt sei in der es nichts zu sehen gibt. Also dachten wir, dass wir aussteigen etwas trinken und mit dem nächsten Boot wieder zurück fahren um den Tempel zu besuchen. Wir kauften uns einen frisch gepressten Orangensaft und knabberten ein paar in Teig ausgebackene und zuvor gekochte Hühnereier.

Als wir ein paar Schritte gingen stellten wir schnell fest das diese Stadt alles anderer als umspektakulär war. Wir waren in einer noch richtig ursprünglich thailändischen Ecke gelandet. Weit und breit war außer uns kein Tourist aber jede Menge Einheimische zu sehen. Hier tobte das Leben am Straßenrand überall Stände mit bekannten und auch unbekannten Speisen, kleine Lädchen und sehr einfache Restaurants, Schuhmacher, eine Damen die an einer Kreuzung ihrer Nähmaschine aufgebaut hatte und ihrer Arbeit nachging, eine Bäckerei und auf der anderen Straßen Seite ein riesiger Markt der die gesamte Straße säumte. Wie beschlossen den Besuch des Tempels zu vertagen und uns statt dessen hier etwas näher um zu schauen. Der Markt entpuppte sich als ein kleines Shopping-Paradies mit Preisen die um einiges günstiger wie in Bangkok-City sind. Wir hatten noch ein paar Dinge auf unserer Einkaufsliste die wir durch diesen Ausflug streichen konnten. In zwischen zeigte sich auch wieder die Sonne und wir machten uns auf den Rückweg. Auf dem Boot genossen wir den frischen Fahrtwind und die Abendsonne.


KA NOM KROK-Poffertjes auf Thai Art

Diese unglaublich leckeren Teile gibt es hier nicht an jeder Ecke man muss schon ein wenig schauen bzw. Glück haben um welche zu erhaschen. Die Poffertjes auf Thai Art, KA NOM KROK, haben eine leicht krosse Kruste und sind innen Pudding ähnlich. Es wird auch Kokos-Pudding genannt. Der Teig besteht aus geriebener Kokosnuss, Kokosmilch und Reismehl. Die Leckerei wird herzhaft gefüllt mit Lauchzwiebeln oder süß mit Rosinen und Kürbisstreifen angeboten. Mir schmecken die Süßen und da besonders die Variante mir Rosinen am besten. Kaufen kann man KA NOM KROK meistens am Straßenrand in mobilen Garküchen. Hergestellt werden die Teilchen wie Pofferties. Der Teig wird in eine Poffertie-Pfanne gegossen, gebacken, gewendet und danach werden zwei Halbkugeln zu einer Kugel zusammen gesetzt. Serviert werden die Kugeln immer auf einem Bananenblatt. Preis je nach Anbieter 6-7 Stück zu 20BHT also 0.50EUR. Auf das Bild ganz unten haben es nur drei Stück geschafft, weil die Gier größer war. Guten Appetit!


Ausflug nach Bang Bao

Bang Bao ist ein Fischerdorf im Süden von Koh Chang. Hauptsehenwürdigkeit ist ein Pier der von kleinen Läden und Restaurants gesäumt ist. Der Pier selbst ist etwa 2m breit die Geschäfte und Restaurants wurden auf Pfählen an diesen Pier angebaut. Hinter den Geschäften sind meist noch die Wohnungen der Fischer und Familien sowie Unterkünfte für Rucksack-Touristen und Taucher. Am Ende des Piers befindet sich ein Leuchtturm mit einer kleinen Plattform die man besteigen kann. Davor findet man Anlegestellen für die Fischer- und Tauch-Boote.

Eigentlich hatten wir geplant uns einen Motor-Roller zu mieten und damit die Umgebung zu erkunden. Ich hatte dafür extra einen internationalen Führerschein erworben. Das Problem waren aber die sehr steilen Berge. Um diese zu überwinden hätten wir zu zweit auf einem Ross mindestens eine 80er (80 ccm) wenn nicht gar eine 120er benötigt. Da mein Kfz-Führerschein mir aber nur das fahren einer 50er erlaubt, haben wir das gelassen. Es ist kein Problem trotzdem so einen Roller zu mieten, auch evtl. Polizei-Kontrollen wären nicht das Problem, da das durch Geld geregelt wird. Aber im Falle eine Unfalls werden von der deutschen Versicherung wohl keine Zahlungen zu erwarten sein, da es ja praktisch fahren ohne Führerschein ist. Wenn man an die Kosten bei einem Unfall mit Personenschaden denkt, kann das schnell teuer werden.

Nach dem Frühstück machten wir uns mit einem Sammeltaxi auf den Weg nach Bang Bao (Fahrpreise werden im Internet oft erfragt deshalb das Foto weiter unten). Nach ungefähr 30min Berg und Talfahrt durch den Dschungel gespickt mit der einen oder anderen sehr engen Kurve kamen wir am Pier in Bang Bao an. Auch hier konnten wir mal wieder das typisch thailändische Treiben beobachten. Wie ich oben schon schrieb ist das Pier ca. 2m breit was aber keinen Thai davon abhält mit dem Fahrrad oder dem Motor-Roller darauf zu fahren. Auf großen Handwägen werden Waren zu den Geschäften oder Gepäck zu den Unterkünften die von einigen Restaurants angeboten werden gefahren. Alles gewohnt gelassen und entspannt ohne das sich jemand dabei aufregt oder nervös wird wenn der Tourist mal wieder im Schneckentempo vor dem Handwagen dahingleitet ohne zu merken das die thailändische arbeitende Bevölkerung gern an ihm vorbei möchte. Der Thai bleibt ruuuuhig.

Preisliste an einem Sammeltaxi

So liesen wir uns über den Pier treiben schauten uns die Läden an, tranken einen Mango Shake mit Aussicht und kamen zum Hafen mit den Booten und schließlich am Ende des Stegs zum Leuchtturm von dem wir die Aussicht über das Meer den Pier und die mit Dschungel bewachsenen Berge genossen. Anschließend ging es zurück um im Bakery Coffee Shop (eine Empfehlung von zwei Schweizer Mädels die wir im Resort kennen gelernt haben) einen super Cappuccino und Latte zu trinken. Dabei hatten wir einen Platz auf der Terasse mit Blick aufs Wasser.

Danach war Mittag. 13:00 esse ich! Gleich neben der Bakery war ein Restaurant was auch Unterkünfte anbietet. Buddha View so der Name. Preislich etwas weiter oben angesiedelt aber an Atmosphäre nicht zu überbieten. Der Name ist hier Programm. Chillout Lounge Feeling. Alles aus Holz und hübsch dekoriert mit chilliger Musik. Wir konnten wählen wo wir sitzen wollten. Entweder an normalen Tischen oder auf einer Liege im Restaurant oder auf dem Bootssteg. Die besondere Attraktion waren transparente Glastische an denen man auf dem Boden sitzend die Beine in Richtung Meer baumeln lassen konnte und durch die Tisch das Wasser sieht. Wir aßen eine Suppe, Tom Ka Gai, (Thailändische Kokosnusssuppe mit Hühnchen) tranken etwas und chillten. Danach machten wir uns mit dem Sammeltaxi auf den Rückweg ins Resort, auf dem wir noch in einen heftigen tropischen Regen kamen. Das ist herrlich wen man dabei im trocknen sitzt.


Boogie Chicken

Auf unseren nächtlichen Streifzügen sind wir schon ein paar mal im Boogie Chicken gelandet. Einer Broiler-Stube oder auch eine Art Wiener Wald nur auf thailändische Art und richtig gut. Der Schwerpunkt liegt wie es der Name schon sagt auf Hähnchen in allen Variationen. Frittiert oder in einer Spezialmarinade gebadet und über Holzkohle am Spieß gebraten. Aber es gibt noch viel mehr. Fisch, Thai Food, Salate und, und, und. Hier findet jeder etwas und das zu einem sehr guten Preis. Besonders empfehlen kann ich das halbe Hähnchen vom Spieß mit gebratenen Gemüse-Reis.

 

Außerdem waren noch die in Panko panierten und frittierten Hähnchen-Brüste sehr lecker. Es sind immer zwei Brüste und dazu gab es Pommes, wobei die Pommes zwar Tiefkühlware sind aber anders wie ich es kenne dennoch nach Kartoffel schmecken. Dazu gibt es eine hausgemachte Cocktailsauce. Guten Appetit!


Hier isst Thailand

In Thailand wir in fast allen Lebenslagen gegessen. Wo man geht und steht kann man Leute essen sehen. Der Thai isst viele kleine Mahlzeiten am Tag dem entsprechend gibt es an jeder Ecke was zum snacken. Von der kleinen einfachen Garküche auf Rädern bis zu richtigen Schlemmer-Tempeln ist für jeden etwas geboten. Gegessen wird immer in Gemeinschaft und alles was auf den Tisch kommt wird geteilt.



Betthupferl auf Thai

Jeden Abend bevor ich meinen vom Tag gezeichneten Leib in den Schlaf wiege, muss ich mich mit einem Betthupferl belohnen. Pancake hat in Thailand nichts mit diesen amerikanischen Zeug zu tun. Pancake ist hier eine ganz eigene Sache. Ähnlich wie beim Inder die Roti Fladen, wird der Teig ganz dünn, wie ein Strudelteig, mit den Händen gezogen. Danach wir er auf einer heißen Platte in Butter knusprig ausgebacken und  dabei mit Bananen oder anderen Früchten gefüllt. Der Fladen wird zusammen gefaltet, in mundgerechte Stücke geschnitten und danach wahlweise mit einer oder mehreren Sossen verfeinert. Klassischerweise wird Kondensmilch aus der Dose aber auch Schoko- und Fruchtsossen angeboten. Das Stück wird für 30 BHT, umgerechnet 75 Cent in deutschen Gelde. In diesem Sinne: Guten Appetit!


Shopping Day

Der Tag begann für unsere Verhältnisse recht spät. Das Bett ist so bequem das wir bis  9:00 schliefen. Das Frühstück ist nichts außergewöhnliches. Normaler Standard. Eier werden in allen erdenklichen Variationen zubereitet angeboten, süße Stückchen, Toast, Müsli, Früchte etc. Frisch und gestärkt machten wir uns auf die Tempel des Konsums zu erobern. Fünf Shopping-Center die durch einen Sky-Walk verbunden sind warteten darauf von uns besucht zu werden. Hier macht einkaufen wirklich Spaß weil alle Center ganz unterschiedlich und abwechslungsreich gestaltet sind. Es gibt sehr viele verschiedene Läden die alle sehr liebevoll dekoriert sind. Natürlich auch die bekannten Marken aber auch viele individuelle Shops die Kunst, Kosmetik und Design anbieten. In den Shopping Centern die wir bisher besucht haben war immer in der obersten Etage ein Food-Court (Fressmeile). In diesen Centern sind jetzt zwei Floors mit Restaurants, Imbissen, Cafés und Eis-Salons ausgestattet. Alles in sehr guter Qualität. Wir entschieden uns für ein Restaurant in dem in den Tisch ein Grill eingelassen ist. Hier haben wir über Holzkohle verschiedenes Fleisch, Fisch und Gemüse gegrillt. Dazu gab es Sushi und in Tempura-Teig ausgebackene Garnelen und Hühnchen-Spieße. Ach so das Ergebnis von 24h Bangkok sind unter anderem drei paar Schuhe in die meine Füße nicht hinein passen 😉

Sky Train

Indoor Grillen