Reise Impressionen

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Bild des Tages

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Benjor

Benjor nennt man bis ca. fünf Meter hohe Angeln, aus einem Bambusstamm. An dessen Ende, was meistens auf die Straße ragt, befindet sich ein kunstvoll, verziertes und geflochtenes Körbchen. Dies wird immer von den Familien in Handarbeit hergestellt da es auf keinem Markt verkauft wird. Von Zeit zu Zeit wen das Benjor nicht mehr schön aussieht weil es vom Wind zerrissen wurde, stellen die Familien ein neues auf. Die religiöse Bedeutung die sich dahinter verbirgt ist, das sich an diesem Punkt die Götter befinden. Die Benjors findet man überall auf Bali. In Dörfern stehen sie vor fast jedem Haus. Man findet sie aber auch vor Restaurants, Hotels, Tempelanlagen und sogar im Supermarkt an der Treppe zum zweiten Stockwerk habe ich sie gesehen.

 

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Bali-Ente

In jedem Reiseführer steht geschrieben, dass Bebek Betutu, die Bali-Ente unbedingt probiert werden muss. Also verabredeten wir uns mit Beritt und Harald (Urlaubsbekanntschaft aus unserem Hotel) zum großen Schmausen. Die Ente musste einen Tag im voraus bestellt werden. Für Bebek Batutu muss die Ente erst gekocht, danach gefüllt und dann ganz ganz langsam im, über 4-5 Stunden, Ofen gebacken werden. Sehr lecker.

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DSL in den Bergen

Diesen Eintrag widme ich besonders meinem Kollegen Rolf. Mein Kommentar zu folgendem Bild: Wie man sieht, ist selbst in balinesischen Bergdörfern DSL verfügbar und das noch mobil, also fast wireless Hi hi 😉

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Sushi die Zweite

Da wir ja, wie ich letzte Woche schrieb, vom besten Sushi Restaurant dieser Welt keine Bilder machen konnten (wegen flächendeckenden Stromausfall), hier nun der Nachtrag: Die große Platte auf dem Bild unten hat 4,20 EUR und die kleinen je 2,80 EUR gekostet. Die beiden kleinen Platten sind besonders lecker gewesen da diese Sushis kurz frittiert wurden sind.

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2. Ausflug

1. Start

Wie auch schon bei unserem letzten Trip mit Augustinus, holte er uns pünktlich um 8:00, mit seinem Fahrer Kadek in der Lobby ab.

2. Batu Bulan – Steinmetz

Unseren ersten Halt machten wir bei einem Steinmetz. Dieser Familienbetrieb besteht schon seit vielen Generationen und wird immer an den Sohn weitergegeben. Für Handwerksberufe wie z.B. Steinmetz oder Holzschnitzer gibt es keine Ausbildung, die Fertigkeiten werden in der Familie von Vater zu den Söhnen weitergegeben. Aus verschiedenen Steinen wie z.B. Sandstein oder Lavagestein, werden Heiligenfiguren für die Tempel, Standreliefs und auch kleiner Objekte zur Dekoration hergestellt. Da in der Vergangenheit eine Überproduktion stattfand, die zu Preiseinbrüchen führte, werden heute Figuren nur noch nach Auftrag gefertigt und nur noch Ausstellungsstücke auf Vorrat gehalten. Eine mannshohe Figur wird in ca. zwei Wochen angefertigt und kostet ungerechnet ungefähr 350 EUR, je nach Aufwand.

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3. Batu Bulan – Holzschnitzer

Wenige Meter weiter auf der selben Straße beginnt das Revier der Holzschnitzereien. Hier werden neben den üblichen Figuren auch all mögliche Schnitzereien z.B. an Betten und Stühlen gemacht. Sehr beeindruckend war die Herstellung der sehr aufwendigen Türen und Türrahmen, die die Eltern von ihren Kindern geschenkt bekommen, sobald sie sich es leisten können.

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Auf unserer Fahrt nach Ubud machten wir noch bei einem weiteren Schnitzer halt. Dieser ist ausschließlich auf Tiere aus Holz spezialisiert. Zum Zeitpunkt unseres Besuches, war er mit der Herstellung von lebensgroßen Affen beschäftigt. Er zeigte uns in seinem Wohnzimmer auch noch Warane aus einem speziellen tropischen Holz was den Tieren einen besonders natürliches Aussehen verlieh. Als ich mich noch ein wenig in dem Wohnzimmer des Schnitzers um sah, viel mir ein Einweckglas mit einem interessant aussehenden Inhalt auf. Auf meine Frage, was sich in diesem Glas befindet antwortete er mir: Arak (ein traditioneller Reisschnaps). Ich fragt ihn: Und was noch? Er antwortete: Crocodile. Worauf ich unseren Guide Augustinus fragte, wofür er das den benötige. Er übersetzte mir die Antwort des Schnitzers folgendermaßen: Für Kinder. Energie. Um besser Kinder machen zu können. Okay, Potenzmittel. Ich fragte Augustinus ob er den auch ein eingelegtes Krokodil, zu Hause, auf seinem Schrank stehen hätte. Er antwortete: Nein. Ich glaube nicht daran. Ich glaube daran das Gott seine Gründe hat, wenn er einem Ehepaar keine Kinder schenkt.

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4. Ubud – Markthalle

Die Markthalle in Ubud ist die größte Balis. Hier findet man alles was man zum Leben benötigt Kleidung, Gewürze Fisch und Fleisch, Blumen, Opfergaben, Eier und kleine Garküchen die ihre Waren anpreisen.

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Auf dem Weg zu unserm Ziel hielten wir noch an einem Feld, wo eine traditionell hinduistische Verbrennungszeremonie vorbereitet wurde. An den Vorbereitungen ist das ganze Dorf beteiligt. Diese Zeremonie ist nötig um ins Nirvana eingehen zu können. Die Familien müssen dafür bis zu 40.000 EUR berappen. Wenn nicht so viel Geld vorhanden ist, werden die Toten erst einmal in der Erde vergraben. Wenn genug Geld vorhanden ist werden die Leichen wieder ausgegraben und bei dieser Zeremonie verbrannt. Ist irgendwann absehbar, dass die  Familie nie in der Lage sein wird das Geld für eine solche Zeremonie aufzubringen, entscheidet der Ortsvorsteher wie die Verbrennung mit geringerem Aufwand von statten gehen kann. Dies ist z.B. dadurch möglich, dass sich die “ärmere” Familie einer Verbrennungszeremonie einer andern Familie mit anschließt. Am Tag der Verbrennung, wird die Leiche, in das Innere der auf den Fotos dargestellten heiligen Kuh gelegt und anschließend auf den Schultern von 30-40 Männern durch das Dorf, zum Ort der Verbrennung getragen. Da wird die Kuh inkl. Leiche und des Altars verbrannt.

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Neben diesem Feld befindet sich ein Schule, die uns Augustinus auch noch zeigen wollte. Er fragte uns ob wir hinein gehen wollten. was wie bejahten. Er ging mit uns durch das Tor, in das erste Klassenzimmer hinein, wo wir von der Lehrerin die in diesem Zimmer unterrichtete, begrüßt  wurden. Augustinus erklärt ihr wer wir sind und warum wir hier waren. Worauf die Lehren die Schüler aufforderte uns zu begrüßen. Die Schüler standen auf und begrüßten uns im Chor mit: Good Morning Madame. Good Morning Sir. How are you? (Meine Mutter hätte ihre Freude gehabt) Worauf wir die Schüler auch freundlich begrüßten. Augustinus fragte die Lehrerin ob wir die Klasse fotografieren dürften. Sie sagte: Ja. Daraufhin bat sie die Kinder sich alle zu einem Gruppenfoto aufzustellen, was sie auch bereitwillig taten. Klick- das Foto war geschossen. Augustinus erklärte uns danach noch die fünf Grundprinzipien der Schule, die auch in der Indonesischen Flagge symbolisch dargestellt sind und erzählte, dass es auf Bali eine neun jährige Schulpflicht gibt. Außerdem erfuhren wir noch das es vier unterschiedliche Schuluniformen (jeweils von Staat und Schule) gibt diese werden die Woche über in einem bestimmten Rhythmus wechselnd getragen. Sonnabends findet auch Unterricht statt und Jungs müssen die Ohren freigeschnitten von Haaren tragen, Mädchen die Haare zum Zopf bzw. Zöpfen gebunden.

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5. Tega Lalang – Typischer Postkartenblick

Der Blick auf die hier gelegenen Reisfelder sind auf den balinesischen Postkarten oft zu finden.

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6. Tampak Siring – Heilige Quellen

Einer Sage nach 962 n. Chr., wurde überliefert, das nach einer kriegerischen Auseinandersetzung, der einzig überlebente Krieger sein Schwert, vor Wut, in den Boden rammte, wodurch aus der Erde diese Quelle hervorsprudelte. Nachdem die toten Krieger mit dem Quellwasser in Berührung kamen, erwachten sie zu neuem Leben. Aus diesem Grund dient die Quelle heute als Pilgerstätte für kranke und alte Menschen. Es gibt 26 Becken mit heiligen Quellwasser, in denen sich der Hindu nach einem speziellen Ritual wäscht um sich vor Krankheiten zu schützen oder zu heilen. Vor und nach diesem Bad wird den Göttern eine Opfergabe gebracht, mit der um Heilung gebeten wird. Dieses heilige Bad ist ausschließlich den Hinduisten vorbehalten, jedoch sieht man immer wieder Touristen die in den Quellen baden als wäre es ein Erfrischungsbad. Von vielen wird auch die erwünschte Kleiderordnung: Sarong und bedeckte Schultern missachtet. Durch dieses respektlose Verhalten werden die Gläubigen in der Ausübung ihrer Waschung gestört. Ich vermute das die Hindus aus Höflichkeit diese Respektlosigkeit hinnehmen und nicht einschreiten. Augustinus ärgert sich auch sehr über dieses Verhalten mancher Touristen, insbesondere über einige seiner Kollegen die Ihre Gäste teilweise noch zur Waschung anleiten obwohl dieses etwas sehr heiliges ist.

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7. Penelokan – Blick auf den Vulkan Batur

Weiter ging es nach Penelokan (übersetzt “Aussichtspunkt”). Von der Hauptstraße aus 1450 m hatten wir einen wunderschönen Blick auf den Vulkan Batur und den Batur-See. Dieser wunderschöne Blick wurde begleitet durch penetrante Händler, die man am besten durch Ignoranz wieder los wird.

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Auf unserem Weg zum Restaurant legten wir noch einen Stopp an einem Aussichtspunkt mit einem weiteren Blick auf den Vulkan und den Batur-See ein. Das schöne an diesem Blick war das wir eine tolle Sicht auf bzw. in den Krater des Berges hatten.

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8. Besakih – Mittagessen

Mittagessen gibt es bei Augustinus immer mit schönem Ausblick. So auch dieses mal. Ein unglaublich eindrucksvoller Blick auf den Vulkan Batur, oben, und auf wunderschöne Reisterrassen, unten. Essen gab es wieder vom Buffet: zwei Suppen, Huhn, Nasi Goreng, Salat etc. und zum Nachtisch gebackene Bananen, schwarzer Reis mit Kokosflocken und Zuckerrohrsirup sowie frische Früchte. Einfach lecker.

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9. Pura Besakih – Muttertempel

Am Fuße des 3142 m hohen Gunung Agung, dem Sitz der Götter befindet sich der Muttertempel, der größte und heiligste Tempel Balis. Der Tempel besteht aus einzelnen Komplexen mit ca. 200 Bauwerken. Jedes Königshaus und jede Berufsgruppe haben hier einen Komplex errichtet. Der Tempel wurde im 8. Jh. von einem javajanischen Hindu-Priester gegründet. Er empfand diesen Ort als besonders heilig. Im laufe der Jahre wurde der Tempel immer wieder erweitert und kann immer noch vergrößert werden. Nach den Zerrstörungen der Anlage durch den Vulkan mussten teile des Tempels immer wieder aufgebaut werden. Das Allerheiligste, das Innere der Anlage darf nur von Hindus betreten werden. Die zahlreichen Nebentempel, dürfen auch von Nicht-Hindus in angemessener Kleidung betreten werden. Vor dem Tempel herrscht der übliche Touristenrummel mit Verkaufs-Buden und Restaurants. Besonders nervig waren die kleinen Kinder die sehr nachdrücklich Postkarten an den Mann oder die Frau bringen wollten. Durch seine Größe, den terrassenartigen (wie Reisterrassen) Aufbau am Hang des Berges und seinen wunderschönen Blick ins Tal, wirkte der Tempel auch auf uns als etwas sehr besonderes.

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10. Semarapura – Gerichtssaal

Hier kann man sich die Kerta Gosa, die Gerichtshalle aus dem 18. Jh. anschauen. In der Mitte der Parkähnlichen Anlage befindet sich umrahmt von einem See, mit Fischen und Seerosen, die Wartehalle. Diese wurde von den Angehörigen der Beklagten oder von den drei Richtern währen ihrer Pausen genutzt. In einer Ecke dieser Anlage befindet sich der Gerichtssaal. Beide Gebäude sind offen und nur durch ein Dach vor der Witterung geschützt. Die Deckenmalerei gibt eindrucksvoller als jedes Gesetzbuch wieder, welche Strafen für welche Straftaten zu erwarten waren. Das Gesetzbuch wurde seit dem überarbeitet. Viele Gesetze wurden von der damaligen Besetzung der Holländer übernommen. Die Todesstrafe gibt es aber immer noch.

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11. Ankunft

17:30 kamen wir am Hotel wieder an. Müde von der Fahrt, bewegt von den Eindrücken und voller Informationen rund um Bali. Wir verabschiedeten uns und versprachen wieder in Kontakt zu treten sobald wir wieder auf Bali wären. Augustinus bot uns eine dritte Bali-Tour, sowie einen drei-tägigen Ausflug auf die Insel Java an.

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Fazit: Ein sehr angenehmer und herzlicher Kontakt zu Augustinus und seinen Fahrer Kadek. Überaus kompetente Führung über die Insel. Wir machten nie halt an irgendwelchen Touristen-Fallen, im Gegenteil Augustinus machte uns noch darauf aufmerksam und warnte davor. Augustinus verfolgt mit seinen Touren einen sanften Tourismus mit Rücksicht und Respekt vor der Religion und den Menschen. Er hielt sich an alle zuvor besprochenen Details und Ziele des Ausflugs und war vom ersten bis zum letzten Kontakt sehr zuverlässig und korrekt. Er bietet eine sehr individuelle und spontane Insel-Führung auf der wir sehr nah am Leben der Balinesen sein duften. Danke Augustinus und Kadek wir werden die Zwei Tage mit euch nie vergessen.

Nach dem wir frisch geduscht waren, machte wir uns auf ins “Gardenia” ein nettes Lokal, von einer Engländerin geführt. Hier haben wir gegessen und wollten ein paar Blog-Einträge hochladen. Aber Fehlanzeige die Internetverbindung funktionierte nicht, worauf ich mich der Sache annahm und einen defekten Router diagnostizierte. Der Fehler sollte am nächsten Tag von der zuständigen Telecom behoben werden.

 

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