Reise Impressionen

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Wat Rakhang – Der Glocken-Tempel

Gestern ging es zum Wat Rakhang. Glocken-Tempel (Thai: Rakhang=Glocke) wird er deshalb genannt, weil auf dem Geländer ein Pavillon mit fünf Glocken steht die am Morgen bis über den Fluss zu hören sind. Wat Rakhang ist nicht Bestandteil der Stadtrundfahrten und somit wird man dort sehr wenige Touristen treffen. Der beste Weg zum Tempel führt über den Fluss Chao Phraya z.B. von der  Station Saphan Taksin mit dem Expressboot bis Tha Chang. Dort nimmt man dann die Fähre hinüber auf das andere Ufer.

Schon am Anleger der Fähre stösst man auf Thais die mit Begeisterung die Fische im Fluss füttern. Offenbar bringt das Glück. Vor dem Eingang zum Tempel findet man Stände an denen man Toastbort, Brötchen, Fischfutter und Mais-Flipps zu Fütterung kaufen kann. Auch gibt es kleine Schildkröten und verschieden Fische zu kaufen denen nach dem Kauf von den Gläubigen die Freiheit im Fluss geschenkt wird. Vor und im Tempel trafen wir viele Thais die allein oder mit einem Mönch betteten, Opfergaben brachten oder andere buddhistische Rituale vollzogen.

Die eigentliche Sehenswürdigkeit ist eine alte Bibliothek die Aufbewahrungsort der Heiligen Schriften ist. Die Bibliothek ist aus Holz gebaut und liegt in einem Garten in dem wir unter Schatten spendenden Bäumen die Ruhe genießen konnten. Zum Schutz vor Hochwasser wurde das Haus auf Pfählen errichtet. Im inneren findet man zwei Räume. Im ersten befindet sich ein Bild von König Taksin der zu seiner Regierungszeit das Haus als Residenz nutzte. Im zweiten Raum kann man zwei Bücherschränke im aufwändiger Verzierung sehen. Die Wände sind im kompletten Haus bemalt. Aber wie ich gelesen habe leider nicht optimal restauriert wurden. Da es in der Bibliothek sehr dunkel ist und das fotografieren mit Blitzlicht nicht erwünscht ist sind die entstandenen Fotos leider nicht sehenswert. Der Tempel ist auf jeden Fall eine Besichtigung wert.

Hier ein Bild mit Blick vom Pier auf Wat Phra Kaeo auf dem Gelände des Königs Palastes.

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Ein goldener Tag – Der Tempel Wat Traimit

Gestern war nichts von mir zu lesen, weil ich kaputt war. Meine Füße haben gedampft und die Gelenke gequietscht. Am Abend war nur noch Essen und eine schöne Massage drin. Aber nun zum gestrigen Tag. Wir sind nach China Town gefahren um den Tempel Wat Traimit (Tempel des goldenen Buddha) zu besichtigen. Den erreicht man auf dem Wasserweg oder mit der MRT (Metro). Da gestern auf dem Fluss die Prozession der königlichen Barken war und somit bis mindestens 18:00 der Schiffsverkehr auf dem Fluss komplett eingestellt wurde entschieden wir uns für die MRT. Das besondere an der Metro ist das der Gleisbereich komplett verglast ist und somit niemand auf die Gleise bzw. vor die Bahn fallen kann. Nach dem die Bahn steht werden ihre Türen und mit denen auch die des „Glaskastens“ geöffnet.

Die Station an der wir ausgestiegen sind heisst Hua Lamphong. Um den Weg von der Metro Station zum Tempel zu finden hatte ich mir ein Foto von Google Maps gemacht aber „Pustekuchen“ in dem Chaos von großen und kleinen Straßen hat mir das nicht gebracht. Da der Thai aber von Natur aus sehr hilfsbereit ist haben wir uns durchgefragt. Kein Problem. Der Weg durch das Randgebiet von China Town führte uns durch ein Viertel der Handwerker mit vielen Geschäfte und Werkstätten. Hauptsächlich Metall verarbeitendes Gewerbe.

 

Das besondere an diesem Tempel ist sein goldener Buddha. Dieser ist mehr als 500 Jahre alt, über 3m groß und 5,5 Tonnen schwer. Soweit nichts besonderes aber der Buddha ist nicht hohl oder nur vergoldet, nein, die 5,5 Tonnen sind pures Gold. Außerdem ist es ungewöhnlich das der Buddha einmal von einem Tempel in einen anderen umgezogen ist und das es lange Zeit unbekannte war das er aus purem Gold besteht. Um den wahren Wert des Buddhas zu verbergen wurder er unter ein Schicht Gips versteckt. Erst 1955 bei Bauarbeiten bekam der Gipsmantel einen Riss und man entdeckte das Gold darunter. 1991 wurde er als „The most sacred object that has the highest intrinsic value“ in das Guinness Buch der Rekorde eingetragen. Der Buddha befindet sich im oberen Teil des drei Stockwerke hohen Tempels. Auf den anderen Etagen wird mit einer Multimedialen Führung die Geschichte des Buddhas und des Tempels erzählt.

 


Die Templer

Heute machten wir uns auf, um das Wat Kittisangkraram hier am Kata Beach zu besuchen. Das Kloster findet in keinem Reiseführer groß Erwähnung und wird auch von den örtlichen Touristenattraktionsbespaßungsunternehmen nicht angefahren. Das versprach auf jeden Fall Ruhe und entspannte Atmosphäre. Wir erkundigten uns bei Einheimischen nach dem Weg und auf ging es. Das Wat liegt an einer stark befahrenen Straße die parallel zu der Straße verläuft in der die ganzen Hotels ansässig sind. Was diese paar Meter Entfernung vom Touristen Trubel doch ausmachen. Hier konnten wir Thailand erleben wie es ist. Etwas ursprünglicher als da wo wir wohnen. Keine T-Shirt Buden, Schneider oder Touren-Verkäufer. Wir vermissten schonrichtig den alle zwei Minuten ertönenden Ruf: „TAXIIIII?“.

Für eine XXL-Ansicht, auf die Bilder klicken.

  

Als wir ankamen nahmen wir erstmal Platz unter dem ersten und größten heiligen Baum der Anlage. Es war angenehm kühl und schattig. Wir beobachteten die Kinder der Schule, die auf dem Klostergelände gerade dem Sportunterricht nachkamen. Nach dem wir etwas abgekühlt waren,gingen wir bekleidet vom Klingeln der Glöckchen, die an den Giebeln des Tempels befestigt sind, weiter in die Tempel-Anlage. Ein kleinerer Tempel war geöffnet aber der zweite, der Haupt-Tempel des Klosters war verschlossen. Wir beschlossen die Anlage zu umrunden, um evtl. einen offenen Eingang zu finden. Dabei begegneten uns Mönche und Arbeiter die mit Bauarbeiten an den Unterkünften der Mönche beschäftigt waren. Hinter dem Tempel verbarg sich eine Treppe die schon etwas vom Dschungel eingewachsen war. Da ich, auch als das Adlerauge bekannt, von weiten einen weiteren kleinen Tempel in den Hängen der Urwaldes gesehen hatte sprangen wir wie junge Tiger die Stufen der langen, sonnigen Treppe nach oben. Etwas außer Atem und mit einigen weiteren nassen Flecken auf der Kleidung erreichten wir das Ende der Treppe. Es bot sich uns ein wunderschöner und weiter Blick über die Tempel Anlage und die Umgebung und mit ihren bewaldeten Berge. Der Tempel war sehr klein und der Ort sehr idyllisch. Eine Hängematte lud zum verweilen ein. Abwechselnd nahmen wir in der Hängematte Platz und liesen unserer Leiber vom Wind umspielen. Überraschend erschien ein Einheimischer auf der Treppe und schnaufte auch ein wenig nach Luft. Wir begrüßten Ihn worauf er uns entgegnete: „Good place!!!“. Er nahm sich eine Hacke die neben dem Tempel lag und verschwand kurz darauf im Dschungel. Wir hörten ihn dann später, wie er damit ackerte und einen Baum fällte.

Als wir wieder unten in der Tempelanlage ankamen, setzten wir unsere Suche nach einem geöffneten Eingang zum Tempel fort. Kurz darauf fanden wir auch ein angelehntes Tor an der Seite der Anlage. Wir gingen hinein zogen vor der Treppe, die zum Eingang hinaufführt unsere Schuhe aus und gingen nach oben. Durch eine Seitentür sahen wir einen Mönch der gerade mit der Reinigung des Innenraumes fertig war. Claudi fragte ihn ob es möglich wäre das wir hineinkommen und uns den Tempel anschauen könnten. Er antwortete mit: „Yes“ machte das Licht wieder an und öffnete den Haupteingang so das die goldenen Buddhas schön von der Sonne beschienen wurden. Wir genossen die Atmosphäre und machten ein paar Bilder. Von dem Mönch erfuhren wir noch das jeden Tag jeweils um 04:00 und 18:00 Messen gehalten werden bei denen wir herzlich willkommen sind. Bevor wir uns auf den Rückweg machten, setzten wir uns noch einmal in den Schatten des heiligen Baumes um einwenig zu relaxen. Wir konnten den Ort wirklich genießen, wir waren die einzigen Touristen weit und breit.